Ende Juni fand im Landratsamt Bodenseekreis, Amt für Migration & Integration, eine CLIX-Qualifizierung mit Fachkräften des Flüchtlingssozialdienstes statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Themen Radikalisierungsprozesse sowie die psychische Gesundheit von geflüchteten Menschen und die Frage, wie Fachkräfte Risiken frühzeitig erkennen, einordnen und im Berufsalltag angemessen darauf reagieren können.
Neben der Auseinandersetzung mit Radikalisierungsdynamiken wurden sowohl fremdgefährdende als auch eigengefährdende Verhaltensweisen thematisiert. Ziel der Qualifizierung war es, Fachkräfte in ihrer Handlungssicherheit zu stärken und praxisnahe Ansätze für den professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen zu vermitteln.
Eine besondere Premiere war die Mitwirkung des Forschungsteams des Universitätsklinikums Ulm (UKU). Erstmals wurde das neu entwickelte Modul zur Suizidprävention im Rahmen einer CLIX-Qualifizierung durchgeführt. Dabei wurden Fachkräfte aus der Flüchtlingssozialarbeit und dem Integrationsmanagement gezielt darin geschult, Warnsignale suizidaler Krisen wahrzunehmen und Gespräche mit suizidgefährdeten geflüchteten Menschen professionell zu führen.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden unterstrichen den hohen Praxisbezug der Veranstaltung.
- So wurde die Qualifizierung unter anderem als „super informativ und abwechslungsreich gestaltet“ beschrieben.
- Eine weitere Rückmeldung lautete: „Sehr informativ und regte zum tieferen Einstieg ins Thema ein. Danke!“
- Besonders treffend fasste eine Teilnehmerin beziehungsweise ein Teilnehmer die Bedeutung des Themas zusammen: „Ein unglaublich großes Lernfeld, ein Tag kann natürlich nur Anstöße geben. Jetzt heißt es, den Input mit in den Alltag zu nehmen und üben, reflektieren, üben, reflektieren.“
Ein besonderer Dank gilt Michael Stratil, Sachgebietsleitung Aufnahme und Unterbringung im Amt für Migration & Integration, sowie Dr. Dennis Kröh, Koordination der Flüchtlingssozialarbeit und des Integrationsmanagements, für die Organisation der Veranstaltung und die engagierte Zusammenarbeit vor Ort.
